• Blindtexte, Berlin, Litfaßsäule, Platzhaltertexte, Fülltexte, Dummytexte
    Bücher,  Kleinigkeiten,  Linguistik,  Literatur,  Sprache

    Blindtexte

    Diese Texte begegnen einem hin und wieder im Internet, meist auf Websites, aber auch in (meist unfertigen) Publikationen, bei Designern und Werbeagenturen sind sie gebräuchlich. Sie dienen als Platzhalter für Inhalte, die später an einer bestimmten Stelle stehen sollen, wofür aber der eigentliche Text noch nicht vorhanden oder fertig ist. Diese Platzhaltertexte werden auch als Füll- oder Dummytexte bezeichnet. Einer der bekanntesten ist „Lorem ipsum…“ Dabei handelt es sich um pseudolateinischen Text, der in verschiedenen Varianten zu finden ist. Diese Varianten beruhen meistens oberflächlich auf dem Text des philophischen Werks „De finibus bonorum et malorum“ von  Marcus Tullius Cicero und sind Inhaltlich zumeist Sinn frei. Als Blindtext soll der Inhalt des…

  • Satt-und-Sitt
    Denkanstoß,  Linguistik,  Sprache

    Hungrig – Satt; Durstig – Sitt?

    Sprache ist interessant und lebendig. Es gibt für manche Dinge und Gegebenheiten viele Ausdrücke und Begriffe. War man hungrig und hat dann etwas gegessen, ist man satt. War man durstig und hat dann etwas getrunken, ist man – ja, was ist man dann? In der deutschen Sprache hat sich dafür kein eigenständiger Begriff entwickelt oder durchgesetzt. Man nutzt Umschreibungen, wie „keinen Durst mehr haben“ oder „seinen Durst gestillt haben“. In manchen Skandinavischen Sprachen gibt es tatsächlich auch einen Begriff für „nicht mehr durstig“, allerdings ist nur im Schwedischen dieser Begriff weithin bekannt und wird auch tatsächlich benutzt. Auch in der Plansprache Esperanto ist der gegenteilige Begriff von durstig ebenfalls sehr leicht…

  • Adventskalender-Woher-kommt-dieser-Brauch
    Allgemein,  Geisteswissenschaftlich,  Sprache

    Woher kommt die Tradition des Adventskalenders?

    Adventskalender kennt in den christlichen Kulturkreisen so gut wie jeder, um die Wartezeit bis Weihnachten zu versüßen. Sie sind beliebt und im Moment wieder in vielen Haushalten im Gebrauch. Aber wo fand diese Tradition ihren Ursprung?   Advent Der Brauch des Adventskalenders ist bereits mehr als 100 Jahre alt. Das Wort „Advent“ leitet sich von dem lateinischen Wort adventus ab und bedeutet „Ankunft“. In der Adventszeit warten die Christen auf die Ankunft des Heilands, der, wie Papst Liberius in einer Weihnachtspredigt im Jahr 354 verkündete, am 25.12. geboren wurde. Lange Zeit war der Advent eine Fasten- und Bußzeit, wie die Fastenzeit vor Ostern. Die Geistlichen (und meistens auch die Messdiener) tragen in…

  • Darf man aus Büchern Kunstobjekte fertigen?, Arthur Schopenhauer, offenepappschachtel, Kunst aus Büchern
    Allgemein,  Buchbesprechung,  Bücher,  Bücherverbrennung,  Denkanstoß,  Literatur,  Persönlich

    Kunst aus Büchern – darf man das?

    Als Bibliophile habe ich mich da immer gegen gesträubt. Bücher sind zum Lesen da! Sie sind schon ein Kunstobjekt in und an sich. Warum sollte man sie zerstören, um ein neues Kunstobjekt daraus zu machen? Ja, aus alten Büchern, die eh niemand mehr liest. Alte Bücher? Liest die wirklich keiner mehr? Nimmt man nicht womöglich jemandem die Chance ein Buch zu lesen, das man gerade zu einem Kunstobjekt umgearbeitet hat und somit unlesbar gemacht hat? Es gibt heutzutage in Antiquariaten so viel unverkäufliche Massenware, dass Bücher manchmal Kistenweise entsorgt werden müssen, um nicht endgültig die Regale zu verstopfen. Viele Bücher sind auch noch in alter Rechtschreibung gehalten und in neuen…

  • Geruch von Regen, Regen, Petrichor, Japan, Nara, Torii, Geruch nach Regen, wie riecht Regen, regen Geruch Bakterien, Natur, Zeitleiste, Petrichor, Duft, Duft des Regens, Geruch des Regens, Geruch von Regen, Geruch Regen, Duft Regen, Duft von Regen, Doctor Who, Doktor Who, kann man Regen riechen, Doktor Who Petrichor,
    Natur,  Regenserie,  Reise,  Sprache

    Petrichor – Der Geruch bei Regen

    Petrichor- Der Geruch des Regens Wer kennt ihn nicht, den frischen Geruch nach einem Sommerregen, den viele Menschen als besonders angenehm und wunderbar wahrnehmen? Dieser Geruch hat tatsächlich einen Namen. Er wird „Petrichor“ genannt. Das Wort setzt sich aus den altgriechischen Wörtern petros – „der Stein“ und ichor – „die Flüssigkeit, die in den Adern der Götter fließt“, zusammen. Dieser Geruch war schon mehrmals Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung. Erstmals beschrieben wurde er 1964 in einem Artikel der Fachzeitschrift Nature, in dem die Autoren I.J. Bear und R.G. Thomas ihre Theorie darlegen, wie dieser spezielle Geruch zustande kommt. Wie entsteht der Geruch des Regens? Die bis Anfang 2015 nur empirisch belegte These…

  • Berlin Gullideckel - offenepappschachtel.de
    Grammatik,  Logik,  Philosophie,  Sprache

    Wieso, weshalb, warum?

    Letztens kam bei der Unterhaltung mit einem Bekannten, der gerade Deutsch lernt, die Frage auf ob man die Fragewörter „wieso“, „weshalb“ und „warum“ wirklich synonym verwenden kann. Für die meisten Anwendungen kann man dies erst einmal bejahen. Aber wie sieht das aus, wenn man etwas genauer hinguckt?   Die (vermeintliche) Bedeutung Alle drei dieser Interrogativpronomen erfragen einen Grund. Zumindest auf den ersten Blick. Auf alle drei kann man mit „Weil …“ antworten. Mit „weil“ kann man aber auch Fragen nach Zweck und Ursache beantworten. An dieser Stelle kommt ein Problem hinzu, dass im allgemeinen Sprachgebrauch und vor allem in der mündlichen Alltagssprache zu sehen ist: Es wird kaum zwischen Grund und…

  • Warum sind gerade Salz und Pfeffer die verbreitetsten Gewürze in der westlichen Welt?
    Denkanstoß,  Essen & Trinken

    Warum Salz und Pfeffer?

    In so gut wie jedem Restaurant stehen sie mit auf dem Tisch: Die Gewürze Salz und Pfeffer. Aber warum gerade diese beiden? Ohne Salz würde alles fad schmecken, selbst Kuchen, aber ohne Pfeffer ist Essen meistens schon genießbar, wenn auch das Gefühl bleibt, dass doch noch was fehlt (und es für mich persönlich auch nicht gut vorstellbar ist). Also warum steht im westlichen Kulturkreis immer die Salz- und Pfferkombi auf dem Tisch? Warum nicht Salz und Curry oder Salz und Senf oder Salz und Koriander? Salz ist der einzige Stein, der vom Menschen verzehrt wird. Es ist lebensnotwendig, trägt es doch dazu bei den Zelldruck zu halten, hilft bei der elektrischen…

  • Versprecher Freudscher Versprecher linguistische Fehlleistung Lapsus linguae
    Denkanstoß,  Linguistik,  Psychologie,  Sprache

    Versprecher

    Jeder kennt solche Situation. Bei anderen sind sie oft lustig, rufen belustigte Schmunzler hervor aber auch schon mal Hohn und Spott. Ist man selbst Opfer eines Lapsus Linguae geworden, empfindet man die Situation aber oft als weniger lustig, als bei den anderen. Was ist ein Versprecher? Ein Lapsus Linguae, die Wissenschaftliche Bezeichnung für das Sichversprechen,  entsteht bei einer kurzzeitigen Störung der Sprachproduktion bei einem gesunden Menschen. Angeborene Sprachstörungen, so wie Sprachstörungen durch Drogen Konsum, wie zum Beispiel Alkohol, zählen nicht dazu. Auch Versprecher, die mehr oder weniger absichtlich herbeigeführt worden sind, wie der Versuch Zungenbrecher aufzusagen, zählen nicht dazu. Dieses Versprechen ist nicht unwillkürliche, wie beim Lapsus Linguae. Auch beruht…

  • Fangesänge-Stadion-River Plate-Buenos Aires-Argentinien
    Denkanstoß

    Fangesänge

    Anlässlich der aktuellen EM in Paris könnte man sich mal über Fangesänge Gedanken machen. Fangesänge sind ein wichtiger Bestandteil der Atmosphäre im Stadion. Bei manchen Spielen, wie zum Beispiel dem Spiel von Deutschnational gegen Nordirland vergangenen Dienstag, kann mann ein Teil dieser Atmosphäre auch vor dem Fernsehr miterleben. Ein Vergleich zu den Live-Versionen der Gesänge und der Stimmung im Stadion ist dies aber kaum. Gesang im Stadion erzeugt ein Zusammengehörigkeitsgefühl, kann die eigene Mannschaft unterstützen oder sich gegen die gegnerische Mannschaft oder den gegnerischen Fanblock richten. Es können auch einzelne Spieler, sowohl der eigenen, als auch der gegnerischen Mannschaft besungen werden, ebenso, wie die Schiedsrichter. Die gesungenen Lieder  können, müssen sich aber…

  • Zeitzonen-Bahnhof-Melbourne
    Denkanstoß,  Natur,  Reise

    Zeit(zonen) heute und „damals“

    Obwohl Zeit für uns so ungreifbar ist, wir nur das in Erinnerung behalten, was in ihr geschieht, aber nie die Zeit an sich, haben wir, die Menschen schon sehr früh versucht die Zeit zu messen und in Einheiten einzuteilen. Zeit ist relativ. Eins der weithin bekannten Beispiele hierfür ist, wie schnell die Zeit für einen persönlich vergeht, je nach dem auf welcher Seite der Badezimmertüre man sich befindet. Die Zeit kann man auf beiden Seiten der Türe mit den gleichen Einheiten messen, genau so, wie es Weltweit gemacht wird. Ein Stunde in Australien ist genau so lang, wie eine Stunde in Deutschland, aber während hier die Tagstunden sind, sind in…